Kategorie: Rückblick

Barockmusik von Vivaldi erklingt in der Kirche

Der Oratorienchor Schwandorf gestaltete am Sonntag, 24. November ein Konzert mit festlicher Barockmusik von Antonio Vivaldi in der Pfarrkirche St. Jakob.

Auf dem Programm stand das berühmte „Gloria in D“ RV 589 und der Psalm

„Dixit Dominus“ RV 594. Vivaldis Musik ist sprühend und lebendig. Der Oratorienchor hat sich mit dem Collegium musicum aus Regensburg ein befreundetes Ensemble ins Boot geholt, so dass am Christkönigssonntag über 70 bestens geschulte Stimmen zu hören sein werden. Die Sängerinnen und Sänger werden von einem Streichorchester und nahmhaften Solisten begleitet. Das Konzert satnd unter der Gesamtleitung von Wolfgang Kraus

https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/konzert-begeistert-publikum-21416-art1852627.html

„Große Musik von Antonio Vivaldi“

Furioses Festkonzert als Geschenk zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Karl-Heinz Seidl

Auschnitt aus dem Artikel von Johann Reitmeier

Furth im Wald. Von der Kirchenmusik in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt ist man verwöhnt. Seit vielen Jahren liefert Regionalkantor Wolfgang Kraus ein ums andere Mal musikalische Sternstunden ab, ob in der liturgischen Begleitung, ob solo als Konzertorganist von hohen Graden, mit Künstlerfreunden oder im großen Ensemble mit Chor und Orchester. Seine Freunde kommen teilweise von weither, weil sie um das hohe Niveau wissen, bei dem sie auch mitwirken können. So ein „Event“ war das Konzert zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Karl-Heinz Seidl am Donnerstag . . .

Der Titel dieser bemerkenswerten, erinnerungswürdigen Stunde hieß schlicht „Barocke Festmusiken von Antonio Vivaldi“ und benannte nichts weniger als ein durchaus angemessenes, großartiges Konzertereignis, das bei den Besuchern wohl noch lange nachhalten dürfte.

Erlesene Sänger- und Musikanten- Schar

Gesamtleitender Wolfgang Kraus hatte mit Hilfe von Freunden eine erlesene Sänger- und Musikanten-Schar aufgeboten. Er hatte auf das Programm aufwendig und sorgfältig hingeprobt und sie auf den Punkt vorbereitet. Allen, ob Solisten oder die große Schar der anderen Mitwirkenden, war diese beseelte Motivation anzumerken, bei allem, was sie boten. Wenn ein in vielen Konzerten erfahrener Kenner solcher Gelegenheiten gleich mehrmals Gänsehaut verspürt, muss das schon etwas ganz Besonderes sein.

Zum Programmeinstieg war Festliches genau richtig: Die beiden Spitzentrompeter Mathias Achatz und Stefan Binder und Wolfang Kraus selbst an der Eisenbarth-Orgel intonierten das „Konzert für zwei Trompeten und Orgel“ in einer grandiosen Manier, wie sie Maestro Viivaldi mit Sicherheit gefallen hätte . . .

Szenenwechsel: Während der erste Teil von der Empore herab musiziert wurde, nahm danach die Sopranistin Manuela Falk beim Orgelpositiv im Altarraum Aufstellung. Wolfgang Kraus begleitete sie, stilgerecht, auf dem kleinen Instrument bei der Arie „Vedró con mio diletto“ aus der Oper „Il Giustino“. . .

Der nicht nur musikalisch, sondern auch zahlenmäßig starke Chor hatte schon zu Beginn Aufstellung genommen: Er bestand aus Mitgliedern des Kirchenchores Mariä Himmelfahrt Furth im Wald, aus Mitgliedern des Oratorienchors Schwandorf und des Chores des Collegiums musicum Regensburg. Es war schlichtweg bewundernswert, wie geschlossen sich der vereinigte Klangkörper präsentierte, wie er absolut einig und diszipliniert dem Dirigat von Wolfgang Kraus folgte . . .

(„Gloria in D-Dur“ RV 589) Ob „große“ Chorstellen mit Orchesterbegleitung, ob festlich-voluminös mit Trompeteneinsatz, ob sensible Solostellen von Alt oder/und Sopran – die Stärke seiner (Vivaldis) Musik ist die lautmalerische Darstellung.

„Jubiläumspfarrer“ bedankt sich für das Geschenk

Die gelingt in seiner Musik so exzellent wie bei kaum einem anderen Komponisten, und: Sie war eine Steilvorlage für diese inspirierte Künstlergilde. Die wunderbar intonierenden Solistinnen Manuela Falk und ihr nicht minder überzeugender Alt-Gegenpart Lucy Frank, beide aus Regensburg, teilten sich empfindsam die Rollen mit diesem umwerfend agierenden Chor und dem im besten Sinn „professionellen“ Orchester.

Ein bleibender Eindruck: Eine Stunde mit überraschend spannender, organisch runder und gediegener Musik, so zeitlos wie mit viel Hingabe und Liebe gestaltet – der „Jubiläumspfarrer“ Karl-Heinz Seidl durfte sich zurecht freuen über solch ein würdiges Geschenk und brachte dies in seinen Dankesworten zum Ausdruck.

Quelle: Chamer Zeitung vom 19.08.2019

Eröffnung der Konrad-Max-Kunz-Tage

Oratorienchor, Collegium musicum Regensburg, das Orchester „Camerata Schwandorf“ und Solisten traten in der Jakobskirche auf.

Von Rudolf Hirsch

Schwandorf. Die Karten für das Mozart-Requiem am Sonntag in der Jakobskirche waren schon im Vorverkauf vergriffen. Kein Wunder, gehört das Werk doch zu den eindrucksvollsten in der Musikgeschichte. Für die 85 Mitwirkenden des Oratorienchors,  des „Collegium musicum Regensburg“ und des Orchesters „Camerata Schwandorf“ war das Meisterstück des berühmten Komponisten eine Herausforderung, die sie mit Bravour lösten.

Leiter Wolfgang Kraus hatte sich vier professionelle Gesangssolisten als Ergänzung und Verstärkung dazu geholt. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl begrüßte die Besucher und eröffnete gleichzeitig die diesjährigen Konrad-Max-Kunz-Tage.

Das Konzert begann mit zwei Instrumentalstücken. Organist Andreas Sagstetter (Waldsassen) ließ sich beim Orgelkonzert B-Dur mit dem Titel „Certamen musicum“ des Komponisten Marianus Konigsperger (1708-1769) vom Orchester „Camerata Schwandorf“ begleiten.

Für die Mitglieder des Oratorienchors der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung war das anschließende Mozart-Requiem deshalb so berührend, weil sie es schon einmal 2010 zum Gedenken an ihren Gründer Robert Schander gesungen haben. . .

. . . Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart verwendet Stilelemente verschiedener Musikepochen. „Das Werk ist spannend, eindrucksvoll und genial“, sagt Wolfgang Kraus. Es sei gut durchdacht und harmonisch, einfach ein Klassiker.

Anspruchsvolles Werk

Der Dirigent traute den Chören durchaus etwas zu, als er sich für das Mozart-Requiem entschied. Er hat sich zum Ziel gesetzt, auch Laien die Möglichkeit zu geben, anspruchsvolle Werke zu singen. Den Chorgesang ergänzten vier Solisten. . . 

Sopranistin Christel Erkes (Regensburg), Mezzosopranistin Areum Lee (Augsburg),    Tenor Sebastian Köchig (Nürnberg) und Bassist Manuel Winckhler (München).

Organist Andreas Sagstetter ist Kirchenmusiker u.a. an der Basilika Waldsassen. . . 

Gesamtleiter Wolfgang Kraus bekam seine Grundausbildung bei den Regensburger Domspatzen und Domkapellmeister Georg Ratzinger und studierte  Kirchenmusik an der Fachakademie für Katholische Kirchenmusik in Regensburg. Orgelunterricht erhielt er von seinem Vater, dem Domorganisten Eberhard Kraus. Im Jahr 2000 gründete er das Vokalensemble „Cantamus“ in Furth im Wald, seit 2003 leitet er den Chor und das Orchester des „Collegium musicum Regensburg“ und seit 2014 zusätzlich den Oratorienchor Schwandorf, der seit dem Jahr 2000 besteht und sich vornehmlich der großen europäischen Oratorienliteratur und dem A-Capella-Gesang widmet.

Der 40-köpfige Chor bereichert das kulturelle Leben des Landkreises mit zwei Konzerten pro Jahr.

Abgestimmter Klangkörper

Das „Collegium musicum Regensburg“ wurde 1935 von Dr. Ernst Schwarzmaier zunächst als Orchester gegründet. Erst in der Nachkriegszeit eintwickelte sich ein eigener Chor. Im Jahr 2003 übernahm Wolfgang Kraus das Ensemble und setzte die musikalische Arbeit seines Vaters fort.

Das Orchester „Camerata Schwandorf“ besteht aus Streichinstrumenten, einer Continuo-Orgel, Bläsern und Pauken. Die für die Auswahl der Musiker nötigen Kontakte knüpfen Stefanie und Hermann Heinrich. Sie engagieren Musiker, die in Spieltechnik und Klangempfinden eine gemeinsame musikalische Sprache sprechen und so einen auf den Chorklang des Schwandorfer Oratorienchores abgestimmten Klangkörper bilden.

Hier der Originalartikel aus der Mittelbayerischen Zeitung:

https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/mozart-requiem-in-kirche-aufgefuehrt-21416-art1769618.html

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