Autor: Oratorienchor

Schwandorf huldigt Oberpfälzer Komponist Christoph Willibald Gluck

Quelle: MZ (vom 23.06.2024)

Der Schwandorfer „Opern-Sommer“ war eine Huldigung an den Oberpfälzer Komponisten Christoph Willibald Gluck. Im Untertitel wurde diese Abendveranstaltung in der Oberpfalzhalle bezeichnet mit „Gluck’s Momente“ – Opernspektakel mit Tiefgang.

Als Einleitung des Abends wählte Dirigent Wolfgang Kraus Glucks wohl bekanntestes Kirchenmusikwerk, das „De profundis clamavi“, eine Vertonung des Bußpsalmes 130 („Aus der Tiefe rufe ich zu dir“) aus. Mit diesem Chorwerk aus dem Jahr 1787, wohl das letzte kurz vor Glucks Tod, stellte sich der Oratorienchor Schwandorf zusammen mit dem Chor des Regensburger „Collegium musicum“ und dem Orchester „Camerata Schwandorf“ vor.

Eine überzeugende Leistung boten Chöre, Orchester und Solisten. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

Die polyphon vertonten Verse wie auch die homophonen Abschnitte arbeitete Kraus vor allem durch die dynamischen Gegensätze deutlich heraus. So konnten sich die zahlreichen Konzertbesucher bereits als Einstimmung an dem wohlklingenden Chor und dem exakt begleitenden Orchester erfreuen. Gleichzeitig erlebte man aber auch eine Seite des großen Opernkomponisten, die nicht zu sehr bekannt ist.

Bedeutung des Komponisten erkannt

Die Bedeutung Glucks in der Musikgeschichte verdankt der große Komponist nämlich seinen zahlreichen Opern. Werden an großen Opernhäusern immer wieder seine Werke aufgeführt, so sind seine Opern für viele, selbst Opernliebhaber, doch relativ unbekannt. Aber mit den Wiederaufführungen der Theaterwerke von Händel und weiteren Barockkomponisten erfuhren auch die Opern Glucks, gleichsam als Bindeglied zu Joseph Haydn, Antonio Salieri und dem frühen Wolfgang Amadeus Mozarts wieder mehr Beachtung.

Dass diese Bedeutung weiter zunimmt, kann man nicht nur an historischen Spielstätten wie dem Schloss Bayreuth feststellen. Dazu hat nun auch die Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung Schwandorf einen wesentlichen Beitrag als Veranstalter mit dem Oratorienchor geleistet. Unter der großartigen Regie von Ian Owen wurden verschiedene Opern Glucks ausdrucksvoll vorgestellt: So erklang Musik aus „Armide“, „Alceste“, „Iphigenie en Tauride“ und aus seiner wohl bekannteste Oper „Orfeo ed Euridice“.

Einfluss von Georg Friedrich Händel

Bereits aus diesen Titeln geht hervor, dass er wohl den Einfluss von Georg Friedrich Händel, dem er 1745 in London begegnete, und von diesem auch nachhaltigen Eindruck empfing. Denn auch Händel hatte die klassischen Sagenhelden und Götter in seinen Werken immer wieder aufleben lassen.

Dass diese Opern zum Teil auch durch Ballettpantomimen und Tanz geprägt sind, wurde durch den Choreograph und Ballettmeister Owen in diesem Konzert ebenfalls verdeutlicht. Sarah Helmy interpretierte tänzerisch mit großem Ausdruck jeweils verschiedene Rollen, so die Vertraute Armidens, aber auch die Hofdame der Alceste, die Priesterin in „Iphigenie en Tauride“ und die Furie in „Orfeo ed Euridice“.

Sarah Helmy interpretierte tänzerisch mit großem Ausdruck jeweils verschiedene Rollen, so die Vertraute Armidens, aber auch die Hofdame der Alceste. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

Die Sopranistin Manuela Falk und auch die Mezzosopranistin A-Reum Lee überzeugten mit ihren Stimmen bei den aufgeführten Opern. Der schlanke Sopran eignete sich ausgezeichnet bei den ansprechenden Arien. Die Mezzosopranistin war ein „Orpheo“ mit großem Stimmumfang und auch mit einer sehr sonoren Tiefe. Und so wurde die berühmte Arie „Che forò senza Euridice“, die in deutscher Sprache auch bekannt wurde unter „Ach ich habe sie verloren“, zu einem Höhepunkt des Opernkonzerts.

Besondere Anerkennung gebührt aber auch dem Chor, der gleichsam in die Handlungen musikalisch miteinbezogen wurde. Dass alle Werke in den Originalsprachen dargeboten wurden, ist schon zur Selbstverständlichkeit geworden, zeugt aber auch von der großen Leistung der Sängerinnen und Sänger. Sarah Klos überzeugte ebenfalls und konnte als „Amor“ in Schwandorf Bühnenerfahrungen sammeln.

Kultur abseits der ausgetretenen Pfade

Wolfgang Kraus wählte nicht nur treffende Tempi, sondern begeisterte auch Chor und Orchester, so dass dieser Abend ein voller Erfolg wurde. Ein Extralob verdient die Tatsache, dass man nicht nur ausgetretene Pfade begeht, sondern dass relativ unbekannte, aber großartige Musik von den Verantwortlichen ausgewählt wurde. Gerade als Oberpfälzer ist es eigentlich allen Musikschaffenden dieser Region eine gewisse Verpflichtung, das künstlerische Schaffen, das „Landsleute“ hinterlassen haben, tatsächlich auch zu pflegen. Wolfgang Kraus und den Schwandorfer Akteuren gilt dafür besonderer Dank. So kann nur dem Satz, den Christina Fink in der Begrüßung sprach, beigepflichtet werden: Aus den „Glucks-Momenten“ wurden wahre „Glücksmomente“.

Gab den Takt vor: Chorleiter Wolfgang Kraus. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

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Eine überzeugende Leistung boten Chöre, Orchester und Solisten. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

„Jauchzet, frohlocket – beliebte Chöre aus 22 Jahren Oratorienchor Schwandorf“ – Herbstkonzert 2023

Oratorienchor Schwandorf, Chor des Collegium Musicum und Orchester Camerata gaben Herbstkonzert

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 13.11.2023
Autor und Bild: Josef Schaller

„Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören“ heißt es im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Der Oratorienchor Schwandorf tut dies schon seit vielen Jahren. Beim diesjährigen Herbstkonzert des Chors stand auch das besagte Weihnachtsoratorium von Bach auf dem Programm, und zwar gleich an erster Stelle.

Auch Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms, Antonio Vivaldi, Johann Pachelbel, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Georg Friedrich Händel und Josef Rheinberger bekamen die Zuhörer am Sonntagabend im voll besetzten Gotteshaus St. Jakob zu hören. Präsentiert wurden sie von insgesamt 46 Sängern des Oratorienchors Schwandorf und dem Chor des Collegium Musicum Regensburg, die zusammen mit dem Orchester Camerata Schwandorf, geleitet von Wolfgang Kraus. Seit der Corona-Pandemie war es das erste Konzert, das die drei Ensembles gemeinsam und in großer Besetzung zur Aufführung brachten.

46 Sängerinnen und Sänger und 15 Instrumentalisten erfüllten mit ihren Klängen die Pfarrkirche St. Josef. Foto: Josef Schaller (Mittelbayerische Zeitung)

Stille ist Teil der Musik

Schon beim Einmarsch wurden die beiden Chöre und die Musiker vom Publikum mit großem Applaus bedacht, bevor es ganz still wurde in der St.Jakob Kirche, um der Musik in den folgenden 70 Minuten Raum zu geben.

Ian Owen, Chormitglied und zusammen mit Cornelia Horsch Vorsitzender der Konrad Max Kunz Fördervereinigung, zitierte bei der Begrüßung auf den Klarinettisten Giora Feidman: „Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor. Und sie endet nicht mit dem letzten Ton, sondern mit dem Klang der Stille danach.“

Das Publikum bekam alle Facetten des Chorgesangs zu hören. Mal wurden sie von der Frische und Beschwingtheit des Gesangs und er Musik angesteckt, so wie beim Weihnachtsoratorium von Bach, in dem die Freude über die Geburt Christi zum Ausdruck gebracht wird.

Dagegen war Mozarts Requiem „Lacrimosa“ eine sehr schwermütige Komposition. Die Musiker brachten hier vor allem schwere Instrumente zum Einsatz, die für eine sehr dunkle musikalische Farbgebung sorgten. Mit dem Requiem „Wie lieblich sind deine Wohnungen“ folgte ein sehr kraftvolles Musikstück mit lauten Gesangspassagen, um dann bei sanfteren Tönen wieder kurzzeitig zur Ruhe zu kommen.

Eine sehr schwungvolle Kompensation ist Vivaldis „Gloria“. Es hat aber auch ruhigere Passagen, die das Gemüt ansprechen. Die Klangfarbe wird vor allem von den Geigen bestimmt. Bei Johann Pachelbels „Kanon“, eine rein instrumentale Darbietung, ist ein fortwährendes Duell zwischen den frohen Klängen der Violinen und den schwermütigen Tönen der Cellos und des Kontrabasses. Es folgte eine sehr ruhige Darbietung von Felix Mendelssohn-Bartholdi mit dem Titel „Denn er hat seinen Engeln befohlen“, das die Chöre mal ganz gefühlvoll und mal mit sehr bestimmter und lauter Stimmlage darboten.

Händels Halleluja am Ende

Anschließend erfüllten sie die St. Jakob Kirche stimmgewaltig mit dem „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel. Zum Abschluss stimmten die Chöre das Abendlied von Josef Rheinberger an. Zugaberufe blieben bei so einer festlichen Veranstaltung natürlich aus. Minutenlange stehende Ovationen am Ende der Konzertveranstaltung erfüllten schließlich denselben Zweck. Die Ensembles dankten es dem Publikum mit der Wiederholung von Händels „Halleluja“.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 13.11.2023

„Der Mond ist aufgegangen – Chormusik der Romantik“

Der Oratorienchor Schwandorf präsentiert am 22. Oktober 2022 um 19.00 Uhr in der Schwandorfer Spitalkirche sein neues Programm.

Werke von Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann sowie Franz Schubert werden aufgeführt. Die Pianistin Claudia Gerstmann aus Regensburg – in Schwandorf für ihr Mitwirken bei G. Rossinis „Petite Messe solennelle“ und der neulich gefeierten „Opernsoiree“ bekannt – wird den Chor begleiten und solistisch auftreten.

Lieder wie „O Herbst“ von Fanny Hensel, „Gondoliera“ von Clara Schumann, die
Ballade „Der König von Thule“ von Robert Schumann oder „An die Sonne“ von Franz Schubert sind einige Beispiele des Chorgesanges, der an diesem Abend zu hören sein wird.



Vorverkauf ab den 01.10.2022 bei der Buchhandlung Rupprecht, Friedrich-Ebert-Str. 16, 92421 Schwandorf oder ab 18.00 Uhr an der Abendkasse

Eintrittskarten: €15,00 Freie Platzwahl

Der Veranstalter ist verpflichtet, sich nach den aktuellen Corona-Regeln des
Bayerischen Ministeriums zu richten.


Änderungen vorbehalten

Der Schwandorfer Oratorienchor beschreitet neue Wege

Opernsoiree des Oratorienchores


Im Rahmen des Nordgautages in Schwandorf wird der Oratorienchor eine Opernsoiree präsentieren. In seiner mehr als 20-jährigen Geschichte hat der Chor schon eine größere Anzahl von Oratorien aufgeführt, auch geistliche und weltliche Chormusik hat der Chor schon öfter in seinen Konzertprogrammen präsentiert. Etwas ganz Anderes hat sich der Chor für das Konzert zum Nordgautag ausgedacht: die weltliche Schwester des Oratoriums, die Oper soll
diesmal zu hören und erleben sein. Chöre und Arien aus verschiedenen Opern der Musikgeschichte, von den Anfängen der Oper in der Barockzeit bis in die Hochblüte im 19. Jahrhundert stehen auf dem Programm der Opernsoiree, ja sogar ein kleiner Ausflug in die Operette soll gestattet sein. Und so reicht der
musikalische Bogen von Monteverdis „L’Orfeo“ aus dem Jahr 1607 über Opern von Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu Werken von Giuseppe Verdi, Gaetano Donizetti und Antonín Dvořák. Die Operette ist mit Carl Zellers „Vogelhändler“ und Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“ vertreten. Die Arien und Chöre werden dabei zu kleinen Szenen
zusammengestellt und im Zusammenwirken von Solisten und Chor vorgetragen.
Die Sopranistin Manuela Falk aus Regensburg und der Tenor Stefan Schneider aus Würzburg erfüllen die Musik zusammen mit dem Schwandorfer Oratorienchor unter der Leitung von Wolfgang Kraus mit Leben. Begleitet wird der Abend vom Klavier und einigen ausgewählten Instrumenten als weiteren Klangfarben.

Wolfgang S. Kraus

REGIONALKANTOR
Bräuhausstraße 9
93437 Furth im Wald

2020 war das Jubiläumsjahr …

2020 war das Jubiläumsjahr der Konrad Max Kunz Fördervereinigung und des Oratorienchors Schwandorf. Das Jubiläumskonzert mit dem Titel: „Der Mond ist aufgegangen“ war für den fünfzehnten November 2020 geplant.

Am zweiten November begann der zweite Lockdown wegen der Covid-19-Pandemie. Das Jubiläumskonzert fiel ins Wasser!

Nach einem Zitat des ehemaligen Geschäftsführers Thomas Göttinger: „Aufbruch statt Resignation“, bereitet der Oratorienchor Schwandorf, zusammen mit seinem Chorleiter Wolfgang Kraus Gioacchino Rossini’s Petite Messe Solonnelle für vier Solisten, gemischtem Chor, Klavier und Harmonium für das Jahr 2021 vor.

In Coronazeiten ist Flexibilität das Gebot der Stunde.

Der Oratorienchor Schwandorf gibt nicht auf.

Der Vorstand der Konrad Max Kunz Fördervereinigung e.V. und der Chorleiter Wolfgang Kraus haben einen Plan ausgearbeitet, der, coronakonform, in kleinen (Gesangs-) Gruppen aufgeteilt ist.

Nach ausreichender Impfung und entsprechenden Inzidenzwerten, hoffen alle Beteiligten, dass sie noch in diesem Jahr zahlreiche Musikliebhaberinnen- und liebhaber aus Schwandorf und Umgebung mit Rossini’s „kleine“ Messe begeistern können!

Bis dahin – Bleiben Sie gesund!

Ihr

Vorstandsteam der Konrad Max Kunz Fördervereinigung

März 2021

Barockmusik von Vivaldi erklingt in der Kirche

Der Oratorienchor Schwandorf gestaltete am Sonntag, 24. November ein Konzert mit festlicher Barockmusik von Antonio Vivaldi in der Pfarrkirche St. Jakob.

Auf dem Programm stand das berühmte „Gloria in D“ RV 589 und der Psalm

„Dixit Dominus“ RV 594. Vivaldis Musik ist sprühend und lebendig. Der Oratorienchor hat sich mit dem Collegium musicum aus Regensburg ein befreundetes Ensemble ins Boot geholt, so dass am Christkönigssonntag über 70 bestens geschulte Stimmen zu hören sein werden. Die Sängerinnen und Sänger werden von einem Streichorchester und nahmhaften Solisten begleitet. Das Konzert satnd unter der Gesamtleitung von Wolfgang Kraus

https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/konzert-begeistert-publikum-21416-art1852627.html

„Große Musik von Antonio Vivaldi“

Furioses Festkonzert als Geschenk zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Karl-Heinz Seidl

Auschnitt aus dem Artikel von Johann Reitmeier

Furth im Wald. Von der Kirchenmusik in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt ist man verwöhnt. Seit vielen Jahren liefert Regionalkantor Wolfgang Kraus ein ums andere Mal musikalische Sternstunden ab, ob in der liturgischen Begleitung, ob solo als Konzertorganist von hohen Graden, mit Künstlerfreunden oder im großen Ensemble mit Chor und Orchester. Seine Freunde kommen teilweise von weither, weil sie um das hohe Niveau wissen, bei dem sie auch mitwirken können. So ein „Event“ war das Konzert zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Karl-Heinz Seidl am Donnerstag . . .

Der Titel dieser bemerkenswerten, erinnerungswürdigen Stunde hieß schlicht „Barocke Festmusiken von Antonio Vivaldi“ und benannte nichts weniger als ein durchaus angemessenes, großartiges Konzertereignis, das bei den Besuchern wohl noch lange nachhalten dürfte.

Erlesene Sänger- und Musikanten- Schar

Gesamtleitender Wolfgang Kraus hatte mit Hilfe von Freunden eine erlesene Sänger- und Musikanten-Schar aufgeboten. Er hatte auf das Programm aufwendig und sorgfältig hingeprobt und sie auf den Punkt vorbereitet. Allen, ob Solisten oder die große Schar der anderen Mitwirkenden, war diese beseelte Motivation anzumerken, bei allem, was sie boten. Wenn ein in vielen Konzerten erfahrener Kenner solcher Gelegenheiten gleich mehrmals Gänsehaut verspürt, muss das schon etwas ganz Besonderes sein.

Zum Programmeinstieg war Festliches genau richtig: Die beiden Spitzentrompeter Mathias Achatz und Stefan Binder und Wolfang Kraus selbst an der Eisenbarth-Orgel intonierten das „Konzert für zwei Trompeten und Orgel“ in einer grandiosen Manier, wie sie Maestro Viivaldi mit Sicherheit gefallen hätte . . .

Szenenwechsel: Während der erste Teil von der Empore herab musiziert wurde, nahm danach die Sopranistin Manuela Falk beim Orgelpositiv im Altarraum Aufstellung. Wolfgang Kraus begleitete sie, stilgerecht, auf dem kleinen Instrument bei der Arie „Vedró con mio diletto“ aus der Oper „Il Giustino“. . .

Der nicht nur musikalisch, sondern auch zahlenmäßig starke Chor hatte schon zu Beginn Aufstellung genommen: Er bestand aus Mitgliedern des Kirchenchores Mariä Himmelfahrt Furth im Wald, aus Mitgliedern des Oratorienchors Schwandorf und des Chores des Collegiums musicum Regensburg. Es war schlichtweg bewundernswert, wie geschlossen sich der vereinigte Klangkörper präsentierte, wie er absolut einig und diszipliniert dem Dirigat von Wolfgang Kraus folgte . . .

(„Gloria in D-Dur“ RV 589) Ob „große“ Chorstellen mit Orchesterbegleitung, ob festlich-voluminös mit Trompeteneinsatz, ob sensible Solostellen von Alt oder/und Sopran – die Stärke seiner (Vivaldis) Musik ist die lautmalerische Darstellung.

„Jubiläumspfarrer“ bedankt sich für das Geschenk

Die gelingt in seiner Musik so exzellent wie bei kaum einem anderen Komponisten, und: Sie war eine Steilvorlage für diese inspirierte Künstlergilde. Die wunderbar intonierenden Solistinnen Manuela Falk und ihr nicht minder überzeugender Alt-Gegenpart Lucy Frank, beide aus Regensburg, teilten sich empfindsam die Rollen mit diesem umwerfend agierenden Chor und dem im besten Sinn „professionellen“ Orchester.

Ein bleibender Eindruck: Eine Stunde mit überraschend spannender, organisch runder und gediegener Musik, so zeitlos wie mit viel Hingabe und Liebe gestaltet – der „Jubiläumspfarrer“ Karl-Heinz Seidl durfte sich zurecht freuen über solch ein würdiges Geschenk und brachte dies in seinen Dankesworten zum Ausdruck.

Quelle: Chamer Zeitung vom 19.08.2019

Eröffnung der Konrad-Max-Kunz-Tage

Oratorienchor, Collegium musicum Regensburg, das Orchester „Camerata Schwandorf“ und Solisten traten in der Jakobskirche auf.

Von Rudolf Hirsch

Schwandorf. Die Karten für das Mozart-Requiem am Sonntag in der Jakobskirche waren schon im Vorverkauf vergriffen. Kein Wunder, gehört das Werk doch zu den eindrucksvollsten in der Musikgeschichte. Für die 85 Mitwirkenden des Oratorienchors,  des „Collegium musicum Regensburg“ und des Orchesters „Camerata Schwandorf“ war das Meisterstück des berühmten Komponisten eine Herausforderung, die sie mit Bravour lösten.

Leiter Wolfgang Kraus hatte sich vier professionelle Gesangssolisten als Ergänzung und Verstärkung dazu geholt. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl begrüßte die Besucher und eröffnete gleichzeitig die diesjährigen Konrad-Max-Kunz-Tage.

Das Konzert begann mit zwei Instrumentalstücken. Organist Andreas Sagstetter (Waldsassen) ließ sich beim Orgelkonzert B-Dur mit dem Titel „Certamen musicum“ des Komponisten Marianus Konigsperger (1708-1769) vom Orchester „Camerata Schwandorf“ begleiten.

Für die Mitglieder des Oratorienchors der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung war das anschließende Mozart-Requiem deshalb so berührend, weil sie es schon einmal 2010 zum Gedenken an ihren Gründer Robert Schander gesungen haben. . .

. . . Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart verwendet Stilelemente verschiedener Musikepochen. „Das Werk ist spannend, eindrucksvoll und genial“, sagt Wolfgang Kraus. Es sei gut durchdacht und harmonisch, einfach ein Klassiker.

Anspruchsvolles Werk

Der Dirigent traute den Chören durchaus etwas zu, als er sich für das Mozart-Requiem entschied. Er hat sich zum Ziel gesetzt, auch Laien die Möglichkeit zu geben, anspruchsvolle Werke zu singen. Den Chorgesang ergänzten vier Solisten. . . 

Sopranistin Christel Erkes (Regensburg), Mezzosopranistin Areum Lee (Augsburg),    Tenor Sebastian Köchig (Nürnberg) und Bassist Manuel Winckhler (München).

Organist Andreas Sagstetter ist Kirchenmusiker u.a. an der Basilika Waldsassen. . . 

Gesamtleiter Wolfgang Kraus bekam seine Grundausbildung bei den Regensburger Domspatzen und Domkapellmeister Georg Ratzinger und studierte  Kirchenmusik an der Fachakademie für Katholische Kirchenmusik in Regensburg. Orgelunterricht erhielt er von seinem Vater, dem Domorganisten Eberhard Kraus. Im Jahr 2000 gründete er das Vokalensemble „Cantamus“ in Furth im Wald, seit 2003 leitet er den Chor und das Orchester des „Collegium musicum Regensburg“ und seit 2014 zusätzlich den Oratorienchor Schwandorf, der seit dem Jahr 2000 besteht und sich vornehmlich der großen europäischen Oratorienliteratur und dem A-Capella-Gesang widmet.

Der 40-köpfige Chor bereichert das kulturelle Leben des Landkreises mit zwei Konzerten pro Jahr.

Abgestimmter Klangkörper

Das „Collegium musicum Regensburg“ wurde 1935 von Dr. Ernst Schwarzmaier zunächst als Orchester gegründet. Erst in der Nachkriegszeit eintwickelte sich ein eigener Chor. Im Jahr 2003 übernahm Wolfgang Kraus das Ensemble und setzte die musikalische Arbeit seines Vaters fort.

Das Orchester „Camerata Schwandorf“ besteht aus Streichinstrumenten, einer Continuo-Orgel, Bläsern und Pauken. Die für die Auswahl der Musiker nötigen Kontakte knüpfen Stefanie und Hermann Heinrich. Sie engagieren Musiker, die in Spieltechnik und Klangempfinden eine gemeinsame musikalische Sprache sprechen und so einen auf den Chorklang des Schwandorfer Oratorienchores abgestimmten Klangkörper bilden.

Hier der Originalartikel aus der Mittelbayerischen Zeitung:

https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/mozart-requiem-in-kirche-aufgefuehrt-21416-art1769618.html

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