Autor: Oratorienchor (Seite 1 von 2)

Mit schönen Aufführungen begeistern

Quelle: MZ 20.12.2025

Oratorienchor plant zwei Konzerte – Neuwahl bei Konrad-Max-Kunz Fördervereinigung

Schwandorf. Neuwahlen standen bei der Konrad-Max-Kunz Fördervereinigung auf der Tagesordnung. Dabei gab es Veränderungen im Vorstandsteam. Die bisherige 2. Vorsitzende Cornelia Horsch und die Schriftführerin Christina Fink legten ihre Ämter nieder, kündigten aber an, dem Verein weiterhin verbunden zu bleiben.

Sie übernehmen Verantwortung: Das Vorstandsteam mit Gudrun Wartha, Renate Spandl, Claudia Allwang-Wopper, Kurt Mieschala (Kassenprüfer) und Ian Owen (v,l.). Verabschiedet wurden Cornelia Horsch und Christine Fink (v.r.). Nicht mit am Bild Kassenprüfer Markus Schuierer. Foto: Elke Horsch
Sie übernehmen Verantwortung: Das Vorstandsteam mit Gudrun Wartha, Renate Spandl, Claudia Allwang-Wopper, Kurt Mieschala (Kassenprüfer) und Ian Owen (v.l.). Verabschiedet wurden Cornelia Horsch und Christine Fink (v.r.). Nicht mit im Bild Kassenprüfer Markus Schuierer. Foto: Elke Horsch

Zum neu gewählten Vorstandsteam gehören Vorsitzender Ian Owen, Schatzmeisterin Claudia Allwang-Wopper, die neue Schriftführerin Renate Spandl und die neue 2. Vorsitzende Gudrun Wartha. Kassenprüfer sind Kurt Mieschala und Markus Schuierer.

Bei der Jahresversammlung blickte Vorsitzender Ian Owen auf die Aktivitäten der Konrad-Max-Kunz Fördervereinigung und des Oratorienchors zurück. Auftakt war im Januar mit einer Postkartenaktion unter dem Motto „Singe mit … beim Oratorienchor Schwandorf“ mit dem Ziel, weitere Mitstreiter zu finden.

Owen verwies auf die zwei „gut gepflegten“ Websites www.kmk-schwandorf.de und www.oratorienchor-schwandorf.de, auf denen aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und vieles mehr zu lesen sind. Im Mai fand eine öffentliche Chorprobe in der Spitalkirche t statt. Vor den Sommerferien gab der Verein in der Reihe CHOR.F.EIN (Chorgesang für Einsteiger:innen) Interessierten bei drei Schnupperstunden Gelegenheit, mit Dirigent Wolfgang Kraus Chorgesang zu üben und bei der Probe des Oratorienchors dabei zu sein. Im Oktober folgte die Uraufführung der Memorialmesse von Matias Fierro in der Schwandorfer Kreuzbergkirche.

Viel Applaus gab es am 16. November beim Jubiläumskonzert „25 Jahre Oratorienchor Schwandorf“ in der Pfarrkirche St. Konrad in Ettmannsdorf. Der Oratorienchor führte zusammen mit dem Chor des Collegium musicum Regensburg und dem Orchester Camerata Schwandorf das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré und andere Werke auf.

Der Vorsitzende gab auch einen Ausblick: Es folgt am Sonntag, 21. Dezember, um 16 Uhr ein „Gastspiel“ des Oratorienchors beim Adventskonzert der Musikschule Schwandorf in der Klosterkirche Ettmannsdorf. Am 9. Mai 2026 lädt der Oratorienchor Schwandorf zum Frühlingskonzert unter dem Titel „Brahms trifft Elgar“ in die Ettmannsdorfer Klosterkirche ein. Es ertönen Liebeslieder von Johannes Brahms und der Liedzyklus „From the Bavarian Highlands“ von Edward Elgar. Außerdem ist ein Herbstkonzert 2026 in Planung.

Zum Jubiläum ein Gesang der Hoffnung

Schwandorf feierte sein 25-jähriges Bestehen – Stehende Ovationen für Faurés Requiem

Quelle: MZ vom 19.11.2025
Von Renate Ahrens

Schwandorf. In warmes Licht war der Innenraum der Kirche St. Konrad in Ettmannsdorf an diesem nebligen, grauen Sonntag getaucht–die passende Kulisse für das Requiem op. 48 und weitere Werke des französischen Komponisten Gabriel Fauré, die der Oratorienchor Schwandorf zu seinem 25. Jubiläum darbot.

Für ein berührendes musikalisches Erlebnis sorgten die Sänger und Instrumentalisten in der Kirche St. Konrad in Ettmannsdorf. Foto: Renate Ahrens
Für ein berührendes musikalisches Erlebnis sorgten die Sänger und Instrumentalisten in der Kirche St. Konrad in Ettmannsdorf. Foto: Renate Ahrens

Es war ein besonderes Erlebnis, das die vielen Zuhörer ergriff und begeisterte. Die weichen, fließenden Melodien und der warme Klang des Orchesters schufen eine Atmosphäre der Ruhe und des Friedens. Ein langer, stehender Applaus war am Ende der verdiente Lohn.

Der Gründer ist unvergessen

Der Oratorienchor Schwandorf als Aushängeschild der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung zeigt seit seinem Bestehen eindrucksvoll eine Leidenschaft für anspruchsvolle Chorwerke. Die starke Gemeinschaft der ehrenamtlichen Sänger und die hohe musikalische Qualität wurden auch am Sonntag unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Kraus eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Mitwirkende bei diesem kulturellen Hochgenuss waren zudem das Collegium musicum Regensburg, das Orchester Camerata Schwandorf, Sopranistin Manuela Falk und Bariton Martin Popp.

Die Solisten Manuela Falk (Sopran) und Martin Popp (Bariton) sorgten mit klaren, warmen Stimmen für besondere Glanzlichter bei dem Konzert. Foto: Renate Ahrens

Ian Owen, der Vorsitzende der Fördervereinigung, blickte zu Beginn auf die 25-jährige Geschichte des Chors zurück, der aus ehrenamtlichen Laiensängern besteht. Der Gründer Robert Schander war damals gerade nach Schwandorf gekommen. „Er scharte in seiner unvergleichlichen, agilen Art eine Gruppe Gleichgesinnter um sich, die seine Leidenschaft für Musik teilten – und die bereit waren, sich auch schwierige Chorwerke zu erarbeiten“, erinnerte Owen.
Seit dem Jahr 2000 hat der Oratorienchor in Schwandorf jährlich in zwei großen Konzerten nahezu alle bedeutenden Oratorien und Werke der Chorliteratur aufgeführt – von Händels Messias über Haydns Schöpfung bis zu neuzeitlichen Werken wie Leonard Bernsteins Chichester Psalms.
„Der frühe Tod von Robert Schander im Jahr 2010 war ein herber Schlag für den Chor“, erklärte Owen. Doch nachdem anfänglichen Schock stand schnell fest: Der Chor macht weiter. Mit Marek Vorlicek konnte ein junger, ambitionierter Leiter gewonnen werden. Seit 2014 führt nun Wolfgang Kraus den Chor und bringt ihn mit seiner feinsinnigen Art immer wieder zu großartigen Leistungen.
Kraus ist Kirchenmusiker in Furth im Wald und Regionalkantor der Region Cham. Seit 2003 leitet er zudem den Chor des Collegium musicum Regensburg, sodass beide Ensembles seither zahlreiche gemeinsame Konzerte gestaltet haben – auch Aufführungen größerer Werke wurden dadurch möglich. Oberbürgermeister Andreas Feller dankte dem Oratorienchor vor dem Konzert für die Bereicherung des kulturellen Lebens in der Stadt.
Eine große Herausforderung stellte für den Chor auch die Pandemie dar. Wie in vielen Ensembles war sie laut Owen für manche Sänger Anlass, ihr Hobby aufzugeben. Dennoch machte der Chor weiter und wagte sich sogar mit zwei Aufführungen in die Welt der Oper. Noch immer sind Sängerinnen der ersten Stunde dabei. Viel bedeute ihnen der Chor, berichteten sie der Mittelbayerischen nach dem gelungenen Konzert, als sich die Anspannung gelöst hatte.

Wunderbare Gemeinschaft

„Wir empfinden Freude und Entspannung, und auch die Gemeinschaft ist wunderbar“, sagten Andrea Graf-Ruetz und Anita Bauer übereinstimmend. „Man tut etwas für sich“, ergänzte Johanna Steltenkamp, seit neun Jahren Mitglied im Chor. Und natürlich tue man auch etwas für das Publikum – wie an diesem Abend erneut bewiesen. Für manche Besucher mochte es ungewöhnlich erscheinen, für ein Jubiläumskonzert eine Totenmesse zu wählen. Doch am Ende erwies es sich als Geschenk: Faurés Requiem zählt zu den stillsten und tröstlichsten Vertonungen der Totenmesse. Statt dramatischer Schrecken setzt Fauré auf Sanftheit, Licht und Hoffnung – etwas, das der Oratorienchor hervorragend umzusetzen wusste. Fauré sah den Tod eher als natürlichen Übergang in eine friedvolle Existenz, und dieses Empfinden vermittelte sich den Zuhörern am Sonntag in Form tiefer Gelassenheit. Das Requiem wirkt wie eine Meditation über Frieden – ein
zurückhaltendes, menschliches Werk, das bis heute zu den beliebtesten geistlichen Kompositionen zählt.

„Er scharte in seiner unvergleichlichen, agilen Art eine Gruppe Gleichgesinnter um sich, die seine Leidenschaft für Musik teilten.“

Ian Owen Der Vorsitzende über den verstorbenen Gründer Robert Schander

Beeindruckend waren der warme, gleichmäßige und beinahe meditierende Orchesterklang sowie die Soli, insbesondere der berühmte „Pie Jesu“- Sopran-Satz. Das Werk endet mit dem „In Paradisum“ und bietet einen versöhnlichen Ausblick auf den Frieden jenseits des irdischen Lebens.
Die Zuhörer zeigten sich begeistert. „Es war wunderschön“, sagte etwa Gisela Heinrich (84) aus Nittenau, die selbst „schon ihr Leben lang“ Geige spielt. „Das Ensemble wurde dem Werk gerecht und erfasste es. Auch der Dirigent ist hervorragend. Es fehlen leider mehr jüngere Stimmen“, bedauerte Heinrich. Tatsächlich ist man auf Nachwuchssuche: Der Chor lädt alle Interessierten ein, unverbindlich an einer Probe teilzunehmen – jeden Donnerstag von 19 bis 21 Uhr (außer in den Schulferien) im FitZentrum der Firma Horsch in Schwandorf. „Großartige Stimmung und herzliche Leute“, heißt es in der Einladung.

Schwandorf huldigt Oberpfälzer Komponist Christoph Willibald Gluck

Quelle: MZ (vom 23.06.2024)

Der Schwandorfer „Opern-Sommer“ war eine Huldigung an den Oberpfälzer Komponisten Christoph Willibald Gluck. Im Untertitel wurde diese Abendveranstaltung in der Oberpfalzhalle bezeichnet mit „Gluck’s Momente“ – Opernspektakel mit Tiefgang.

Als Einleitung des Abends wählte Dirigent Wolfgang Kraus Glucks wohl bekanntestes Kirchenmusikwerk, das „De profundis clamavi“, eine Vertonung des Bußpsalmes 130 („Aus der Tiefe rufe ich zu dir“) aus. Mit diesem Chorwerk aus dem Jahr 1787, wohl das letzte kurz vor Glucks Tod, stellte sich der Oratorienchor Schwandorf zusammen mit dem Chor des Regensburger „Collegium musicum“ und dem Orchester „Camerata Schwandorf“ vor.

Eine überzeugende Leistung boten Chöre, Orchester und Solisten. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

Die polyphon vertonten Verse wie auch die homophonen Abschnitte arbeitete Kraus vor allem durch die dynamischen Gegensätze deutlich heraus. So konnten sich die zahlreichen Konzertbesucher bereits als Einstimmung an dem wohlklingenden Chor und dem exakt begleitenden Orchester erfreuen. Gleichzeitig erlebte man aber auch eine Seite des großen Opernkomponisten, die nicht zu sehr bekannt ist.

Bedeutung des Komponisten erkannt

Die Bedeutung Glucks in der Musikgeschichte verdankt der große Komponist nämlich seinen zahlreichen Opern. Werden an großen Opernhäusern immer wieder seine Werke aufgeführt, so sind seine Opern für viele, selbst Opernliebhaber, doch relativ unbekannt. Aber mit den Wiederaufführungen der Theaterwerke von Händel und weiteren Barockkomponisten erfuhren auch die Opern Glucks, gleichsam als Bindeglied zu Joseph Haydn, Antonio Salieri und dem frühen Wolfgang Amadeus Mozarts wieder mehr Beachtung.

Dass diese Bedeutung weiter zunimmt, kann man nicht nur an historischen Spielstätten wie dem Schloss Bayreuth feststellen. Dazu hat nun auch die Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung Schwandorf einen wesentlichen Beitrag als Veranstalter mit dem Oratorienchor geleistet. Unter der großartigen Regie von Ian Owen wurden verschiedene Opern Glucks ausdrucksvoll vorgestellt: So erklang Musik aus „Armide“, „Alceste“, „Iphigenie en Tauride“ und aus seiner wohl bekannteste Oper „Orfeo ed Euridice“.

Einfluss von Georg Friedrich Händel

Bereits aus diesen Titeln geht hervor, dass er wohl den Einfluss von Georg Friedrich Händel, dem er 1745 in London begegnete, und von diesem auch nachhaltigen Eindruck empfing. Denn auch Händel hatte die klassischen Sagenhelden und Götter in seinen Werken immer wieder aufleben lassen.

Dass diese Opern zum Teil auch durch Ballettpantomimen und Tanz geprägt sind, wurde durch den Choreograph und Ballettmeister Owen in diesem Konzert ebenfalls verdeutlicht. Sarah Helmy interpretierte tänzerisch mit großem Ausdruck jeweils verschiedene Rollen, so die Vertraute Armidens, aber auch die Hofdame der Alceste, die Priesterin in „Iphigenie en Tauride“ und die Furie in „Orfeo ed Euridice“.

Sarah Helmy interpretierte tänzerisch mit großem Ausdruck jeweils verschiedene Rollen, so die Vertraute Armidens, aber auch die Hofdame der Alceste. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

Die Sopranistin Manuela Falk und auch die Mezzosopranistin A-Reum Lee überzeugten mit ihren Stimmen bei den aufgeführten Opern. Der schlanke Sopran eignete sich ausgezeichnet bei den ansprechenden Arien. Die Mezzosopranistin war ein „Orpheo“ mit großem Stimmumfang und auch mit einer sehr sonoren Tiefe. Und so wurde die berühmte Arie „Che forò senza Euridice“, die in deutscher Sprache auch bekannt wurde unter „Ach ich habe sie verloren“, zu einem Höhepunkt des Opernkonzerts.

Besondere Anerkennung gebührt aber auch dem Chor, der gleichsam in die Handlungen musikalisch miteinbezogen wurde. Dass alle Werke in den Originalsprachen dargeboten wurden, ist schon zur Selbstverständlichkeit geworden, zeugt aber auch von der großen Leistung der Sängerinnen und Sänger. Sarah Klos überzeugte ebenfalls und konnte als „Amor“ in Schwandorf Bühnenerfahrungen sammeln.

Kultur abseits der ausgetretenen Pfade

Wolfgang Kraus wählte nicht nur treffende Tempi, sondern begeisterte auch Chor und Orchester, so dass dieser Abend ein voller Erfolg wurde. Ein Extralob verdient die Tatsache, dass man nicht nur ausgetretene Pfade begeht, sondern dass relativ unbekannte, aber großartige Musik von den Verantwortlichen ausgewählt wurde. Gerade als Oberpfälzer ist es eigentlich allen Musikschaffenden dieser Region eine gewisse Verpflichtung, das künstlerische Schaffen, das „Landsleute“ hinterlassen haben, tatsächlich auch zu pflegen. Wolfgang Kraus und den Schwandorfer Akteuren gilt dafür besonderer Dank. So kann nur dem Satz, den Christina Fink in der Begrüßung sprach, beigepflichtet werden: Aus den „Glucks-Momenten“ wurden wahre „Glücksmomente“.

Gab den Takt vor: Chorleiter Wolfgang Kraus. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

Weitere Bilder:

Eine überzeugende Leistung boten Chöre, Orchester und Solisten. Foto: Daniel Seger, Moods Photography

„Jauchzet, frohlocket – beliebte Chöre aus 22 Jahren Oratorienchor Schwandorf“ – Herbstkonzert 2023

Oratorienchor Schwandorf, Chor des Collegium Musicum und Orchester Camerata gaben Herbstkonzert

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 13.11.2023
Autor und Bild: Josef Schaller

„Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören“ heißt es im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Der Oratorienchor Schwandorf tut dies schon seit vielen Jahren. Beim diesjährigen Herbstkonzert des Chors stand auch das besagte Weihnachtsoratorium von Bach auf dem Programm, und zwar gleich an erster Stelle.

Auch Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms, Antonio Vivaldi, Johann Pachelbel, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Georg Friedrich Händel und Josef Rheinberger bekamen die Zuhörer am Sonntagabend im voll besetzten Gotteshaus St. Jakob zu hören. Präsentiert wurden sie von insgesamt 46 Sängern des Oratorienchors Schwandorf und dem Chor des Collegium Musicum Regensburg, die zusammen mit dem Orchester Camerata Schwandorf, geleitet von Wolfgang Kraus. Seit der Corona-Pandemie war es das erste Konzert, das die drei Ensembles gemeinsam und in großer Besetzung zur Aufführung brachten.

46 Sängerinnen und Sänger und 15 Instrumentalisten erfüllten mit ihren Klängen die Pfarrkirche St. Josef. Foto: Josef Schaller (Mittelbayerische Zeitung)

Stille ist Teil der Musik

Schon beim Einmarsch wurden die beiden Chöre und die Musiker vom Publikum mit großem Applaus bedacht, bevor es ganz still wurde in der St.Jakob Kirche, um der Musik in den folgenden 70 Minuten Raum zu geben.

Ian Owen, Chormitglied und zusammen mit Cornelia Horsch Vorsitzender der Konrad Max Kunz Fördervereinigung, zitierte bei der Begrüßung auf den Klarinettisten Giora Feidman: „Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor. Und sie endet nicht mit dem letzten Ton, sondern mit dem Klang der Stille danach.“

Das Publikum bekam alle Facetten des Chorgesangs zu hören. Mal wurden sie von der Frische und Beschwingtheit des Gesangs und er Musik angesteckt, so wie beim Weihnachtsoratorium von Bach, in dem die Freude über die Geburt Christi zum Ausdruck gebracht wird.

Dagegen war Mozarts Requiem „Lacrimosa“ eine sehr schwermütige Komposition. Die Musiker brachten hier vor allem schwere Instrumente zum Einsatz, die für eine sehr dunkle musikalische Farbgebung sorgten. Mit dem Requiem „Wie lieblich sind deine Wohnungen“ folgte ein sehr kraftvolles Musikstück mit lauten Gesangspassagen, um dann bei sanfteren Tönen wieder kurzzeitig zur Ruhe zu kommen.

Eine sehr schwungvolle Kompensation ist Vivaldis „Gloria“. Es hat aber auch ruhigere Passagen, die das Gemüt ansprechen. Die Klangfarbe wird vor allem von den Geigen bestimmt. Bei Johann Pachelbels „Kanon“, eine rein instrumentale Darbietung, ist ein fortwährendes Duell zwischen den frohen Klängen der Violinen und den schwermütigen Tönen der Cellos und des Kontrabasses. Es folgte eine sehr ruhige Darbietung von Felix Mendelssohn-Bartholdi mit dem Titel „Denn er hat seinen Engeln befohlen“, das die Chöre mal ganz gefühlvoll und mal mit sehr bestimmter und lauter Stimmlage darboten.

Händels Halleluja am Ende

Anschließend erfüllten sie die St. Jakob Kirche stimmgewaltig mit dem „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel. Zum Abschluss stimmten die Chöre das Abendlied von Josef Rheinberger an. Zugaberufe blieben bei so einer festlichen Veranstaltung natürlich aus. Minutenlange stehende Ovationen am Ende der Konzertveranstaltung erfüllten schließlich denselben Zweck. Die Ensembles dankten es dem Publikum mit der Wiederholung von Händels „Halleluja“.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 13.11.2023

„Der Mond ist aufgegangen – Chormusik der Romantik“

Der Oratorienchor Schwandorf präsentiert am 22. Oktober 2022 um 19.00 Uhr in der Schwandorfer Spitalkirche sein neues Programm.

Werke von Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann sowie Franz Schubert werden aufgeführt. Die Pianistin Claudia Gerstmann aus Regensburg – in Schwandorf für ihr Mitwirken bei G. Rossinis „Petite Messe solennelle“ und der neulich gefeierten „Opernsoiree“ bekannt – wird den Chor begleiten und solistisch auftreten.

Lieder wie „O Herbst“ von Fanny Hensel, „Gondoliera“ von Clara Schumann, die
Ballade „Der König von Thule“ von Robert Schumann oder „An die Sonne“ von Franz Schubert sind einige Beispiele des Chorgesanges, der an diesem Abend zu hören sein wird.



Vorverkauf ab den 01.10.2022 bei der Buchhandlung Rupprecht, Friedrich-Ebert-Str. 16, 92421 Schwandorf oder ab 18.00 Uhr an der Abendkasse

Eintrittskarten: €15,00 Freie Platzwahl

Der Veranstalter ist verpflichtet, sich nach den aktuellen Corona-Regeln des
Bayerischen Ministeriums zu richten.


Änderungen vorbehalten

Der Schwandorfer Oratorienchor beschreitet neue Wege

Opernsoiree des Oratorienchores


Im Rahmen des Nordgautages in Schwandorf wird der Oratorienchor eine Opernsoiree präsentieren. In seiner mehr als 20-jährigen Geschichte hat der Chor schon eine größere Anzahl von Oratorien aufgeführt, auch geistliche und weltliche Chormusik hat der Chor schon öfter in seinen Konzertprogrammen präsentiert. Etwas ganz Anderes hat sich der Chor für das Konzert zum Nordgautag ausgedacht: die weltliche Schwester des Oratoriums, die Oper soll
diesmal zu hören und erleben sein. Chöre und Arien aus verschiedenen Opern der Musikgeschichte, von den Anfängen der Oper in der Barockzeit bis in die Hochblüte im 19. Jahrhundert stehen auf dem Programm der Opernsoiree, ja sogar ein kleiner Ausflug in die Operette soll gestattet sein. Und so reicht der
musikalische Bogen von Monteverdis „L’Orfeo“ aus dem Jahr 1607 über Opern von Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu Werken von Giuseppe Verdi, Gaetano Donizetti und Antonín Dvořák. Die Operette ist mit Carl Zellers „Vogelhändler“ und Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“ vertreten. Die Arien und Chöre werden dabei zu kleinen Szenen
zusammengestellt und im Zusammenwirken von Solisten und Chor vorgetragen.
Die Sopranistin Manuela Falk aus Regensburg und der Tenor Stefan Schneider aus Würzburg erfüllen die Musik zusammen mit dem Schwandorfer Oratorienchor unter der Leitung von Wolfgang Kraus mit Leben. Begleitet wird der Abend vom Klavier und einigen ausgewählten Instrumenten als weiteren Klangfarben.

Wolfgang S. Kraus

REGIONALKANTOR
Bräuhausstraße 9
93437 Furth im Wald

2020 war das Jubiläumsjahr …

2020 war das Jubiläumsjahr der Konrad Max Kunz Fördervereinigung und des Oratorienchors Schwandorf. Das Jubiläumskonzert mit dem Titel: „Der Mond ist aufgegangen“ war für den fünfzehnten November 2020 geplant.

Am zweiten November begann der zweite Lockdown wegen der Covid-19-Pandemie. Das Jubiläumskonzert fiel ins Wasser!

Nach einem Zitat des ehemaligen Geschäftsführers Thomas Göttinger: „Aufbruch statt Resignation“, bereitet der Oratorienchor Schwandorf, zusammen mit seinem Chorleiter Wolfgang Kraus Gioacchino Rossini’s Petite Messe Solonnelle für vier Solisten, gemischtem Chor, Klavier und Harmonium für das Jahr 2021 vor.

In Coronazeiten ist Flexibilität das Gebot der Stunde.

Der Oratorienchor Schwandorf gibt nicht auf.

Der Vorstand der Konrad Max Kunz Fördervereinigung e.V. und der Chorleiter Wolfgang Kraus haben einen Plan ausgearbeitet, der, coronakonform, in kleinen (Gesangs-) Gruppen aufgeteilt ist.

Nach ausreichender Impfung und entsprechenden Inzidenzwerten, hoffen alle Beteiligten, dass sie noch in diesem Jahr zahlreiche Musikliebhaberinnen- und liebhaber aus Schwandorf und Umgebung mit Rossini’s „kleine“ Messe begeistern können!

Bis dahin – Bleiben Sie gesund!

Ihr

Vorstandsteam der Konrad Max Kunz Fördervereinigung

März 2021

Barockmusik von Vivaldi erklingt in der Kirche

Der Oratorienchor Schwandorf gestaltete am Sonntag, 24. November ein Konzert mit festlicher Barockmusik von Antonio Vivaldi in der Pfarrkirche St. Jakob.

Auf dem Programm stand das berühmte „Gloria in D“ RV 589 und der Psalm

„Dixit Dominus“ RV 594. Vivaldis Musik ist sprühend und lebendig. Der Oratorienchor hat sich mit dem Collegium musicum aus Regensburg ein befreundetes Ensemble ins Boot geholt, so dass am Christkönigssonntag über 70 bestens geschulte Stimmen zu hören sein werden. Die Sängerinnen und Sänger werden von einem Streichorchester und nahmhaften Solisten begleitet. Das Konzert satnd unter der Gesamtleitung von Wolfgang Kraus

https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/konzert-begeistert-publikum-21416-art1852627.html

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